Auf der Zürcherstrasse Richtung Bahnhofkreuzung: Das Politmagazin zeigt eine der Schwachstellen im Wetziker Velonetz. Screenshot: rathuus.ch
Rathuus: «Das ist ein ehrgeiziges Ziel»
Das Politmagazin Rathuus berichtet über velofreundliches-wetzikon.ch und die Verkehrsprobleme der Oberländer Metropole.
Die Ambition der Webseite velofreundliches-wetzikon.ch: Der Ort soll in 20 Jahren die velofreundlichste Stadt der Schweiz sein. «Das ist ein ehrgeiziges Ziel», schreibt Co-Chefredaktor Pascal Turin im Rathuus-Artikel, «doch unmöglich zu erreichen, ist es nicht.»
Turin bringt es auf den Punkt: «Der verkehrstechnische Unort, an dem Zürcherstrasse und Bahnhofstrasse zusammenkommen, ist nur eine der Hürden, die überwunden werden muss.»
Noch sieht die Situation düster aus. «Dass das Velofahren in der Stadt vielen Menschen keinen Spass macht», so Turin, «lässt sich mit Zahlen erhärten.» Über 1000 Wetzikerinnen und Wetziker nahmen an einer Umfrage teil. Während der Zug für Angebot und Infrastruktur die Note 5,3 erhält, schneidet das Velo mit 3,4 schlecht ab.
Der Bericht über velofreundliches-wetzikon.ch zeigt exemplarisch: Die Rathuus-Gründer Pascal Turin und Lorenz Steinmann rücken oft Menschen in den Mittelpunkt, um politische Themen zu beleuchten. Ihr Fokus liegt dabei auf Stadt und Kanton Zürich. Ihre Brötchen verdienen sie in Teilzeit als Redaktionsleiter bei der Lokalinfo AG respektive dem «Altstadt Kurier».
Die Gründer des Politmagazins: Pascal Turin (l.) und Lorenz Steinmann. Foto: Damjan Bardak
Rathuus ist das Herzensprojekt der zwei leidenschaftlichen Lokaljournalisten. Seit Januar 2025 publizieren Turin und Steinmann wöchentlich zwei bis vier Artikel sowie alle 14 Tage einen Podcast. Finanzieren wollen sie das werbefreie Politmagazin über Abos der Leserinnen und Leser.
Pointierter Rathuus-Kommentar
Im breiten Spektrum des Politmagazins taucht gelegentlich das Thema Velo auf – etwa als «Lohnnebenleistung» in der Zürcher Stadtverwaltung. Oder im Beitrag über SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel, die Velofahrende wieder mit einer Vignette zur Kasse bitten will.
Einen Lesegenuss – der allerdings Velofahrenden die Haare zu Berge stehen lässt – liefert Lorenz Steinmann mit dem Kommentar «Genug ist genug».
Eines seiner Beispiele: An einer Baustelle fehlen Hinweistafeln für Velofahrende. Die Erklärung aus der rot-grünen Stadt Zürich: «Auf eine Signalisation wurde absichtlich verzichtet, damit Autofahrerinnen und Autofahrer nicht verwirrt werden.»
Potz tuusig. Das ist noch unterirdischer als die Situation beim Veloweg Hinwil–Unterwetzikon.
www.rathuus.ch