Grüne loben SVP-Stadtrat

Politischer Druck bewirkte, dass es für den Veloweg zwischen Eishalle und Hinwil eine wintersichere Lösung gibt. Die Grünen Wetzikon danken Stadtrat, Verwaltung und Fernwärme AG fürs rasche Handeln – und sie wünschen, dass man künftig von Anfang an ans Velo denke.

Das ist ungewöhnlich: Zwei Fraktionserklärungen innert vier Wochen zum gleichen Thema. Anfang November hatten SP, AW und Grüne im Wetziker Parlament eine wintersichere Lösung für den Veloweg gefordert. Und jetzt wird diese bereits umgesetzt. Das liess Raphael Zarth in der Fraktionserklärung der Grünen vom 8. Dezember zu den Worten von Adolf Ogi (SVP) greifen: «Freude herrscht».

Dolendeckel, befahrbar, Veloweg, Eishalle, Wetzikon

Man bereitet die vorübergehende Öffnung des Velowegs vor: Die Dolendeckel bilden nun keine Sturzgefahr mehr.

Eine untragbare Situation werde verbessert, die Velofahrenden müssten nicht länger auf rutschige und gefährliche Umwege ausweichen, lobte Zarth. Der Veloweg wird von Weihnachten bis Ende Februar vorübergehgend geöffnet, um eine wintersichere Lösung zu garantieren. Dann ist nochmals eine zweimonatige Sperre nötig, um die Bauarbeiten der Fernwärme AG abzuschliessen.


Eigentlich sollte der Veloweg Eishalle–Hinwil nur von November 2024 bis Juni 2025 gesperrt sein. Daraus wurde Oktober 2025 und schliesslich März 2026 – wobei die Fernwärme AG diese Verzögerungen nie kommunizert und auf Anfragen lange nicht reagiert hat.

Als mehrere Wetziker Ortsparteien aktiv wurden, ging es plötzlich zackig. Raphael Zarth: «Ich sage von Herzen: Danke, Stadtrat. Danke, Stadtverwaltung. Danke, Fernwärme AG, für das schnelle und unkomplizierte Handeln in dieser Sache.»

Baustelle Fernwärme Wetzikon Veloweg Materiallager
Baustelle Fernwärme Wetzikon Veloweg Materiallager geräumt

Und die Fernwärme hat ihr Materiallager geräumt. Vor Weihnachten wird der Veloweg bis Ende Februar geöffnet.

«Veloverbindungen automastisch mitdenken»

Allerdings stellen sich die Grünen die Frage: «Wie reagiert der Stadtrat beim nächsten Mal? Denkt er von Anfang an ans Velo – oder braucht es wieder zuerst politischen Druck?» Sie wünschen sich, dass Veloverbindungen künftig automastisch mitgedacht werden.

Und sie sind diesbezüglich zuversichtlich: «Schliesslich sitzt im Stadtrat auch ein SVP-Vertreter, der selber mit dem Mountainbike unterwegs ist.» Als Vorstehr fürs Ressort Tiefbau, Umwelt + Energie spielt Heinrich «Henry» Vettiger eine zentrale Rolle für Veloprojekte. Er könne im Stadtrat «zusammen mit unserer grünen Stadträtin und dem SP-Stadtpräsidenten zum Velosprachrohr werden», so die Grünen, «und auch die FDP-Kolleginnen und -Kollegen davon überzeugen, dass Velos cool, praktisch und ausgesprochen nützlich sind.»

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