Die Illustration zeigt die Velostreifen und -wege in Wetzikon. Künftig soll ein lokales Velonetz – das Gelbe Band – das Angebot ergänzen. Plan: vielsichtig.wetzikon.ch
«Wir streben ein durchgängiges Velonetz an»
Auch Familien und Ältere sollen mit ihrem Velo unbeschwert und sicher durch Wetzikon radeln können. Dies will man mit dem «Gelben Band» ermöglichen. Es soll ein durchgehendes Netz mit eigenen Standards geben, das etappenweise umgesetzt wird.
Die Idee fürs Gelbe Band kam vom Büro EBP Schweiz AG, das die Wetziker Ortsplanungsrevision begleitet. Die Velorouten hat man zusammen mit der Stadt festgelegt.
Vor allem auf Hauptstrassen mit schmalen (oder gar keinen) Radstreifen fühlen sich Velofahrende unsicher.
«Viel weniger Einsprachen»
In den letzten Jahren hat das Bewusstsein für übergeordnete Planungen innerhalb der städtischen Projekte stark zugenommen. Die Stadtverwaltung ist seit einiger Zeit auch entsprechend aufgestellt. «Seither kommt bei uns alles aus einer Hand», sagt Dario Erismann, Abteilungsleiter Tiefbau der Stadt Wetzikon, «vom Planen über das Projektieren und Bauen bis zum Betreiben.» Das habe sich sehr bewährt. «Nun haben wir bei Bauprojekten viel weniger Einsprachen.»
Sie seien «nicht in Stein gemeisselt», sagt Alice Werner, Projektleiterin Verkehrsplanung bei der Stadt Wetzikon. «Das Netz kann sich weiterentwickeln.» Und Dario Erismann, Abteilungsleiter Tiefbau, ergänzt: «Wir streben ein durchgängiges Velonetz an.» Ziemlich sicher werde es eine etappierte Umsetzung geben, wobei bereits jetzt feststeht: Man benützt hauptsächlich bestehende Quartierstrassen und Radwege.
Fürs Gelbe Band will man Standards festlegen, beispielsweise bezüglich Breite oder des Verkehrsaufkommens. Nach der GVK-Verabschiedung durch den Stadtrat geht die konkrete Arbeit los: Man arbeitet ein Konzept für die Signalisation aus und eruiert, wo man Wege verbreitern muss, ob Landerwerbe nötig sind. Bis 2030 soll das Gelbe Band konkrete Formen annehmen.
Wie die Stadt Wetzikon der Bevölkerung bereits an Veranstaltungen zur Ortsplanungsrevision vorgestellt hat, soll für diese Personengruppen das Gelbe Band als Alternative dienen. Es weist einen höheren Ausbaustandard auf und ist auf Verkehrssicherheit und Komfort ausgelegt.
An einem Workshop im Rahmen der Ortsplanungsrevision stiess die Idee auf ein sehr positives Echo.
Verkehrsrichtplan wird angepasst
Ziel der Ortsplanungsrevision ist es, die kommunalen Richtpläne anzupassen. Das soll von 2026 bis 2028 geschehen. Als Grundlage für den Verkehrsrichtplan dient das Gesamtverkehrskonzept, das der Stadtrat voraussichtlich im März verabschiedet. Nachdem die Richtpläne vom Parlament gutgeheissen wurden, sind sie behördenverbindlich.