Auch tagsüber mit Licht fahren
Zur eigenen Sicherheit sollten Velofahrende in der dunklen und kalten Jahreszeit gut sichtbar sein. Zudem sollten sie sich den Strassenverhältnissen anpassen. Die Stadtpolizei und Veloplus Wetzikon geben konkrete Tipps.
«Grundsätzlich empfehlen wir, immer einen Helm und helle, reflektierende Kleidung zu tragen», schreibt Mathias Meier von der Stadtpolizei Wetzikon. In dieser Jahreszeit sei es wichtig, von den anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Zudem empfiehlt die Stadtpolizei auch tagsüber mit Licht zu fahren.
Roman Kühne, Teamleiter bei Veloplus in Wetzikon, ergänzt: «Die Beleuchtung vorne und hinten sollte gut sichtbar und nicht durch Taschen oder Körbe verdeckt sein.» Zusätzlich könne man am Helm eine Beleuchtung anbringen. «Den höchsten Punkt der Velofahrer sehen die anderen Verkehrsteilnehmenden am schnellsten.» Reflektoren seien für die seitliche Sichtbarkeit in Kreiseln oder bei Ausfahrten immer von Vorteil.
Der Unterschied in der Sichtbarkeit auf 20 Meter zwischen einem mit Reflektoren ausgestatteten Velo und einem ohne Reflektoren ausgestatteten Velo ohne sichtbare Bekleidung ist markant. Fotos: veloplus
Das Fahrverhalten und das Tempo den Umständen anzupassen, gelte besonders für die schnellen E-Bikes, weiss Stadtpolizist Mathias Meier. Sie seien oft zu schnell unterwegs «und haben aus diesem Grund oftmals keine Chance, einen Sturz zu vermeiden». Hilfreich, sagt Roman Kühne, sei zudem ein Reifen, der von der Gummimischung und vom Profil her für den Winter ausgelegt ist.
Zur Sichtbarkeit im Winter findet man bei Veloplus eine Webseite mit Expertenwissen.
Schüler oft ohne Licht unterwegs
Ein Aspekt liegt dem Wetziker Veloplus-Teamleiter besonders am Herzen. Auf dem Arbeits- und Heimweg fällt ihm auf, dass viele Schülerinnen und Schüler mit einem Velo in die Schule oder ins Training fahren, das nur über eine schlechte oder gar keine Beleuchtung verfügt. «Hier wäre es schön», meint Kühne, «wenn Eltern, Trainer und Lehrer vermehrt ein Auge darauf werfen würden.»
Um dieses Problem anzugehen, hat die Stadtpolizei vor Weihnachten und bei Schulanfang total acht Lichtkontrollen bei Schulhäusern und am Bahnhof durchgeführt. Teilweise stimme es schon nachdenklich, so die Stadtpolizei, wie verantwortungslos Eltern ihre Kinder mit einem Velo ohne Licht zur Schule schicken.
Die fehlbaren Schüler müssen nun einen Verkehrsschulungsnachmittag beim zuständigen Verkehrsinstruktor der Kantonspolizei Zürich besuchen. Dort werden sie nochmals auf die Problematik sensibilisiert.
Übrigens: Die Stadtpolizei Wetzikon verteilt in den dunklen Wintermonaten regelmässig präventiv Anstecklichter. Dies in der Hoffnung, dass den Velolenkenden ein Licht aufgehe .